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Alles Interessante rund ums Geocaching von "dottigross"

 

| Was ist Geocaching?

"Moderne Schnitzeljagd", "Schnitzeljagd für Erwachsene" .... Mit diesen Ausdrücken wird Geocaching gerne beschrieben. Fakt ist, dass eine Person (allgemein auch Cache-"Besitzer" genannt) eine Art "Schatz" in einem "Cache" versteckt. Den Weg zu diesem Versteck (= Cache) veröffentlicht dieser Besitzer auf diversen Geocaching-Seiten im Internet. Damit es aber nicht zu langweilig ist, wird dieser Weg nicht einfach anhand von Straßennamen und Hausnummern beschrieben, sondern mit geologischen Koordinaten versehen. Diese können wiederum nur durch eine Kette von Rätseln und kleinen, manchmal recht kniffligen Rechenaufgaben entschlüsselt werden. Jetzt tritt der "Cacher" in Aktion. Der Cacher (die Person, die einen Cache suchen und heben möchte) informiert sich im Internet auf den Geocaching-Seiten, in welchem Gebiet sich ein Cache befindet. Die Ausgangskoordinaten werden meistens vorgegeben und so macht der Cacher sich auf den Weg dort hin. Von da aus läuft/fährt er die verschiedenen Stationen ab, deren Standorte er anhand der Rätsel und Mathematikaufgaben errechnet. In den meisten Fällen muss man die endgültigen Koordinaten des Caches anhand der verschiedenen Stationen heraus finden, was bis zum Schluss für Spannung sorgt.

Es gibt auf der ganzen Welt (genauer gesagt in ca. 221 Ländern) über 250.000 Caches. Das ist natürlich nur eine ungefähre Schätzung, denn kontrollieren kann man diese Anzahl nicht. Wieviele (registrierte oder nicht registrierte) Cacher es gibt, ist ebenfalls nicht festzustellen, da es mehrere Internetseiten gibt, auf denen man sich registrieren kann. Den ersten Cache versteckte übrigens Dave Ulmer im Jahr 2000, der auch als "Vater des Geocaching" gilt, auf den Koordinaten N 45° 17.460, W 122° 24.800 nahe Estacada, Origon.

 

| Der Sinn und Zweck?

Warum geht man wandern? Warum fährt man Fahrrad? Warum geht man Pilze sammeln oder Fische angeln? - Zur Erholung! Aus Spaß an der Freude! Um an der frischen Luft zu sein! Um körperlich aktiv zu sein! Um die Tage nicht stundenlang am PC oder vor dem Fernsehgerät zu verbringen!

 

| Was ist "der Schatz"?

Der "Schatz" befindet sich meist in einer alten Frischhaltedose, einer Blechschachtel, einer einfachen Plastiktüte oder einem Marmeladenglas. Ein Glas ist nur bedingt tauglich, da es nicht bruchsicher ist und ein Finder sich an den Scherben verletzen kann. Eine Tüte eignet sich zwar durch die variable Form, die sich jedem Versteck individuell anpassen kann, doch wird der Inhalt oftmals feucht. Vor allem das Logbuch kann in Mitleidenschaft gezogen und die Einträge darin unleserlich werden. Am besten nimmt man eine Frischhaltedose, die sich gut verschließen lässt und packt diese zusätzlich in eine Plastiktüte ein.

Der "Schatz" im Behältnis besteht meist aus einem Block oder Büchlein (= das Logbuch, in das sich der Cacher verewigt) und einem Kugelschreiber (üblicherweise auch ein kurzer Bleistift), mit dem sich der Cacher ins Logbuch eintragen kann. Dann befinden sich Tauschobjekte darin, sogenannte "Trades". Das sind meist kleine Setzkasten- oder Ü-Ei-Figuren, Schlüsselanhänger oder Ähnliches. Ein besonderer Schatz sind sogenannte "Travel bugs" oder "Geocoins" - dazu aber später mehr...

 

| Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Es heißt, man bräuchte für einfache Caches nur ein bisschen Orientierungssinn, festes Schuhwerk, etwas zu schreiben und schon könnte man loslegen. Naja, so einfach ist das dann auch nicht. Ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall einen Internetanschluss, ein mobiles Navigationssystem und eine Zusatzsoftware benötigt, die geologische Koordinaten (z.B. Längen- und Breitengrade) umrechnen kann. Erst dann kann man mit einer gewissen Erfolgsquote rechnen, wodurch Geocaching natürlich erst richtig Spaß macht.

 

Unsere Ausstattung ist inzwischen auf ein notwendiges Minimum angewachsen und besteht aus folgenden Utensilien:

- Internetanschluss

- Ein mobiles Navigationssystem (möglichst mit Ersatzakku)

- Die Software "Glopus", die es im Internet als Shareware oder für 20.- EUR als Kaufversion gibt.

- Digitalkamera/Fotohandy

- Schreibmaterial: (Ersatz-)Kugelschreiber, kurzer (Ersatz-)Bleistift, einzelne (kleine) Blätter Papier und eine feste Schreibunterlage.

- Kleine, feste Behälter: Frischhaltedose, Metalldose, Plastiktüten in verschiedenen Größen

- Taschenlampe

- Outdoor-Bekleidung: festes Schuhwerk, Funktionshosen. Außerdem Sonnenschutz

- der "Beipackzettel", der im Internet in allen gängigen Sprachen erhältlich ist.

- last, but not least: "Schätze"! Das sind Schlüsselanhänger, Setzkastenfiguren, kleine Stofftiere etc. - Möglichst nichts, was hitze-, kälte- oder nässeanfällig ist!

 

Wer Cacher werden möchte, sollte vielleicht auch ein paar charakteristische Merkmale besitzen. Ein wenig Orientierungssinn, Kombinationsvermögen und Geduld wären hilfreich. Hier ergänzen sich mein Partner und ich hervorragend. Mein Kombinationsvermögen und sein Orientierungssinn miteinander gekoppelt und wir finden fast ;-) jeden Cache! Menschen, die sich nicht schmutzig machen wollen - ich nenne sie gerne Ete-petete-Stöckelschuh-Tussis - sind hier falsch am Platz. Es kommt durchaus mal vor, dass man durchs Dickicht stapfen, einen Felsen hochklettern oder durch eine morastige Wiese laufen muss. Es gibt jedoch Situationen, in denen auch ich streike. Leider befinden wir uns dann meist in der entscheidenden Phase: wenn nämlich der Cache gehoben werden soll! Die Verstecke liegen meist in freier Natur, wo Spinnen, Frösche und ähnliches Krabbeltier ihren Unterschlupf gefunden haben. Bäh!

 

Englischkenntnisse sind von Vorteil, wenn man im Ausland Caches heben möchte oder auf Travel bug-Jagd geht. Aber auch auf den einschlägigen Internet-Seiten wird ein Grundwissen gefordert, weil die meisten Seiten auf Englisch verfasst sind.

 

| Wozu das ganze Equipment?

Ein INTERNETANSCHLUSS ist Grundvoraussetzung fürs Geocaching. Er dient als Informationsquelle! Hier erfährt man auf diversen Geocache-Seiten, wo ein Cache zu finden ist, wie man dort hin kommt und welche Fragen zu beantworten und Aufgaben zu erfüllen sind. Außerdem kann man einen Überblick über Wegzustand (kann man die Suche mit einem Kinderwagen bewältigen?) und Streckenlänge (benötige ich eineinhalb oder sogar fünf Stunden?) bekommen. Nachdem man einen Cache gefunden hat, wird der Fund dort geloggt, dass heißt, man trägt auf diesen Seiten ein, wo, wann und unter welchen Umständen man den Cache entdeckt hat, was man entnommen und was man beigefügt hat. Hier ist auch verzeichnet, ob ein Cache einen Geocoin oder einen Travel Bug beinhaltet.

Die bekanntesten Seiten sind wohl www.geocaching.de, www.geocaching.com, www.navicache.com, www.opencaching.de. Auf diesen Seiten sollte man sich als Aktiver anmelden. Die meisten Anmeldungen sind kostenlos. Ein paar Features (z.B. ein druckfähiges PDF der Cache-Infos etc.) sind allerdings kostenpflichtig, die aber reiner Luxus und deshalb meist überflüssig sind.

 

Ein MOBILES NAVIGATIONSSYSTEM mit GPS ist meiner Meinung nach dringend notwendig. Es gibt zwar einige Caches, die angeblich auch ohne Navi zu finden sind, man tut sich aber erheblich schwerer. Der Spaß kann dann schnell vorbei sein, wenn man irgendwo herum irrt und verzweifelt nach der nächsten Station sucht. Wir besitzen das mobile Aldi-Navigationssystem Medion 96700. Die Akkus für dieses Gerät halten ungefähr vier Stunden, was meistens ausreicht, um einen Cache zu finden.

Was GPS ist, brauche ich wohl nicht zu erklären. Mit Hilfe von verschiedenen Satelliten, die das Navi anpeilen, wird mein Standort grad-, minuten- und sekundengenau angezeigt. Weiß ich dann die Koordinaten des Caches, brauche ich eigentlich nur noch von A nach B laufen. An diesem Punkt hat das gewöhnliche Navi ein Problem. Man kann zwar Straßennamen und Hausnummern eingeben und geologische Koordinaten ABLESEN, aber leider kann man keine Koordinaten (!!!) EINGEBEN. Hier hilft eine Zusatzsoftware! Wir haben "Glopus" kostenlos aus dem Internet herunter geladen und ein paar Tage getestet. Diese sehr einfache und übersichtliche, sowie zuverlässige Software hat uns überzeugt, weshalb wir gerne 20.- EUR löhnten und uns dafür den Zugang zur werbefreien Vollversion sicherten.

Mit "Glopus" kann man z.B. Koordinaten von "Degree Minute Second" in "Degree Decimal" oder in "Universal Transverse Mercator (UTM)" umrechnen. Außerdem kann man Positionen genauestens bestimmen und sich durch drei Pfeile (rot = Laufrichtung, blau = Zielrichtung, grün = Richtung nach Norden) lotsen lassen. Das Programm ist so einfach, dass es schon wieder genial ist.

 

Sehr hilfreich und bei manchen Caches sogar notwendig ist eine DIGITALKAMERA (oder Fotohandy). Es wird oft ein Foto des Caches als Beweis eingefordert. Bei Geocoins und Travel bugs ist es üblich, vor Ort ein Foto vom jeweiligen Gegenstand zu machen und dieses im Internet zu loggen. Ich persönlich habe mir inzwischen eine Art "Tagebuch" angelegt, in dem ich jeden Fund mit "Beweisfotos" dokumentiere. So habe ich nicht nur im Internet eine Übersicht über meine Funde, sondern kann sie auch in einer gemütlichen Stunde auf dem Sofa Revue passieren lassen.

 

SCHREIBMATERIAL haben wir immer dabei. Mehrere Kugelschreiber, kleine Bleistifte und Papier sind unabkömmlich. Die im Cache befindlichen Schreibutensilien funktionieren oft nicht mehr richtig und dann sollte man mit Kugelschreiber oder Bleistift ausgerüstet sein. "Großzügige Cacher" tauschen auch gerne mal untaugliche Kugelschreiber gegen funktionierende aus! Schreibmaterial benötigt man auch während der Suche, weil es immer etwas zu notieren oder auszurechnen gibt.

 

KLEINE, FESTE BEHÄLTER muss man eigentlich nur dann mitführen, wenn man selbst einen Cache anlegen möchte. Aber ich habe auch schon defekte Caches ausgetauscht, damit der Schatz und das Logbuch geschützt bleiben. Aus diesem Grund habe ich auch immer ein paar unterschiedlich große Plastiktüten dabei.

 

Eine TASCHENLAMPE haben wir schon oft benötigt, um in Betonrohre, Wurzelwerk oder unter Bretterstapel zu leuchten. Deshalb sollte die Lampe auch nicht zu dick sein, damit man sie auch zwischen zwei Hindernissen hindurch schieben kann. Eine kleine Stablampe ist ideal, weil sie dünn und leicht ist.

 

FUNKTIONELLE KLEIDUNG ist auf solchen Touren sinnvoll. Zwar gibt es auch einfache "Stadt-Caches", die ohne besonderes Outfit zu bergen sind, aber auch hier kann es vorkommen, dass man z.B. in Stadtparks mal durchs Gebüsch muss. Stabiles Schuhwerk ist also zu empfehlen. Meist bekommt man aber im Internet einen Hinweis, durch welches Gelände die Suche führt und welche Utensilien hilfreich beim Bergen des Caches ist. Auch die ungefähre Tourlänge wird dort meist genannt, so dass man sich auch ausrechnen kann, ob man eine Essenspause einlegen möchte oder ob man evtl. Sonnenschutz oder Regenkleidung einplanen sollte.

 

Der "BEIPACKZETTEL" - wie ich ihn nenne - gehört nicht unbedingt in jeden Rucksack, trotzdem habe ich immer einen dabei. Dieser Brief erklärt demjenigen, der diesen Cache findet, worum es sich dabei handelt. Es kommt nämlich durchaus vor, dass "Unwissende" (sog. Muggels) den Cache finden und damit nichts anzufangen wissen. Ab und zu finde ich in einem Cache einen aufgeweichten und fast unleserlichen Beipackzettel, der wohl mit einem Tintenstrahldrucker ausgedruckt wurde. Ich selbst drucke die Zettel immer auf dem Laserdrucker aus, der eine nahezu wasserfeste Schrift ausgibt.

 

Die SCHÄTZE sind das A&O eines Caches. Sie wecken meine Neugier und machen aus dem Geocaching eine faszinierende Jagd! Deshalb mag ich die virtuellen Caches auch nicht, weil sie keine wirklichen Schätze beinhalten. Wie bereits erwähnt, handelt es sich dabei meist um Setzkasten- oder Ü-Ei-Figuren. Aber auch Schlüsselanhänger, kleine Stofftiere, Trillerpfeifen, Mini-Spielzeug, Mehrzweckgeräte (z.B. Taschenmesser, Kompass etc.) können beigelegt werden. Wichtig ist hierbei, dass man möglichst kleine und vor allem hitze-, kälte- und nässebeständige Dinge verwendet. Abziehbilder und kleine Kerzen sind zwar recht beliebt, eignen sich aber nur bedingt als Schatz, weil sie nicht gegen Hitze resistent sind. Lebensmittel reglicher Art darf man auf keinen Fall in den Cache legen, denn sie locken Tiere an!!! Außerdem können sie verderben, was unhygienisch ist.

Besondere Schätze sind auch geprägte Münzen oder Medaillen, die man im Internet bestellen kann. Sie haben meist eine ausgefallene Beschriftung und/oder eine besondere Aufgabe. Aber dazu gleich mehr....

 

| Welche Art von Caches gibt es und wie geht Dotti damit um?

Oh, ganz viele Arten, wobei ich einige weniger interessant finde als andere!

 

Hier eine kleine Übersicht:

- Traditioneller Cache


 

- Multi Cache

- Mystery-/Puzzle Cache

- Event Cache

- Night Cache

- Virtuelle Cache

- Locationless Cache

- Earth Cache

- Besonderheiten: Geocoin, Travel bug, TB-Motels

 

Der TRADITIONELLE CACHE ist die einfachste Ausführung eines Caches. Man erhält die Koordinaten oder die Ortsbezeichnung, fährt oder läuft an besagte Stelle und hebt den Cache. Diese Caches sind auch unter der Bezeichnung "drive-in" oder "park'n'grab" bekannt. Ich persönlich finde diese Caches langweilig und meide sie deshalb.

 

Den MULTI CACHE (auch Offset-Cache genannt) mag ich am liebsten. Wie der Name schon vermuten lässt, ist dieser Cache vielfältig und gleicht der guten alten Schnitzeljagd am ehesten. Der Multi Cache verbindet teilweise verschiedene Arten von Caches. So können auch Mystery- und Puzzle-Elemente enthalten sein oder es muss virtuelle "Vorarbeit" geleistet werden. Das Grundmuster ist aber immer gleich. Man erhält die geologischen Koordinaten des Ausgangspunktes und muss nun anhand von kleinen Rechenaufgaben und Rätsel die Koordinaten von weiteren Stationen herausfinden. An jeder Station erwarten einen neue Aufgaben und Rätsel, die einen zum nächsten Punkt führen. So tastet man sich langsam ans Ziel heran, an dem der Cache liegt. Hier sollte man sich unbedingt die komplette Seite aus dem Internet ausdrucken, weil sie während der Suche wichtige Hints (Hinweise) enthalten kann. Außerdem kann man sich während der Suche Notizen darauf machen.

Die kleinen Matheaufgaben sind meist einfach zu lösen. Trotzdem kommt es vor, dass ich viel zu kompliziert an die Sache heran gehe und das Rätsel gar nicht so schwer ist, wie ich es vermute. Lustig wird es, wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist und jeder "seinen Senf" dazu gibt. Wenn wir allerdings mit Freunden auf Suche gehen, kommt es auch vor, dass wir uns verquatschen und an einer Station vorbei laufen, was beweist, dass beim Geocaching auch Konzentration gefragt ist.

 

Beim MYSTERY-/PUZZLE-CACHE muss man Teile des Rätsels von Zuhause aus lösen. Entweder mit Hilfe des Internets, über Bücher oder übers Fernsehen kann man seine Informationen einholen. Manchmal muss man auch diverse Homepages aufsuchen oder E-Mails schreiben, um Hinweise zu erhalten. Mystery-/Puzzle-Caches können "das Pferd auch von hinten aufzäunen". Sprich: die irrelevanten Zielkoordinaten sind vorhanden, aber der Startpunkt muss vorab recherchiert werden.

 

EVENT CACHEs sind meist zeitlich begrenzt und werden an bestimmten Orten ausgetragen. So gibt es zum Beispiel einen Cache, der während des Oktoberfestes in München stattfindet - also nur ca. zwei bis drei Wochen im Jahr. Oder es handelt sich bei einem Event Cache um ein Cacher-Stammtisch, der an einem bestimmten Ort und an einem bestimmten Tag stattfindet.

 

NIGHT CACHEs habe ich noch keine gelöst. Sie finden, wie der Name schon sagt, bei Nacht statt. Die Dunkelheit kann für kleine Effekte genützt werden. Licht, das in einem bestimmten Winkel in eine vorgegebene Richtung gelenkt werden muss oder raffiniert angebrachte Reflektoren sind eine Möglichkeit, für Spannung zu sorgen.

 

VIRTUELLE CACHEs sind nicht mein Ding, weil man sich nicht in freier Natur bewegt. Diese Caches werden hauptsächlich Zuhause am Bildschirm gelöst und die Lösungen an den Erfinder des Caches gemailt, bzw. auf den üblichen Internetseiten verschlüsselt geloggt. Manchmal muss man eine E-Mail-Adresse heraus finden und an diese eine Mail schicken. Der Vorteil dieser Caches ist, dass man sie auch im Winter bei meterhohem Schnee oder bei Regenwetter lösen kann, ohne hinaus gehen zu müssen.

 

LOCATIONLESS CACHEs sind - so heißt es - das Gegenteil von Traditional-Caches. Hierbei muss man einen bestimmten Ort (z.B. eine Kapelle, eine Statue etc.) finden, diesen fotografieren und zusammen mit den vor Ort ermittelten GPS-Koordinaten im Internet loggen. Diese Art von Cache steuert man in der Regel nur einmal an, weil es keinen Sinn macht, von ein und dem selben Gegenstand mehrmals Fotos ins Internet zu stellen.

 

EARTH CACHEs sind rein "virtuell"! An ihrem Fundort gibt es keinen materiellen Cache und trotzdem kann man den Standort durch Koordinaten ermitteln. Gewöhnlich handelt es sich um wissenschaftliche oder geologisch interessante Stellen, wie Findlinge, Moränen usw., die man bestimmen und meist auch fotografieren soll. Auf dem Lösungsweg zum Cache erfährt man meist interessante Dinge über die Umgebung, die Gesteinsarten usw. Die Besitzer dieser Caches sind meist richtige Cracks, die viel Mühe und Zeit in diese Art von Geologie-Unterricht stecken.

 

TB-MOTELS sind Caches, in denen Travel bugs und Geocoins "zwischengelagert" werden. Diese Caches liegen meist an strategisch günstigen Punkten, wie z.B. an Autobahnen wie die A7, A4, A8 usw. oder an Hauptbahnhöfen in größeren Städten. Der Sinn dieser TB-Motels besteht darin, dass Coins und Bugs hier schnell abgelegt und andere wieder mitgenommen werden können. Mmmh, wie erkläre ich das verständlicher? Nun, ein Beispiel! Ich weiß, dass ein Bug/Coin nach Nürnberg muss. Da ich aber in nächster Zeit nicht nach Norden fahre, sondern mein Weg mich eher in den Süden führt, gebe ich den Bug/Coin in einem Cache an der A7 oder im Münchner Hauptbahnhof ab, in der Hoffnung, dass hier eher ein Cacher vorbei kommt, der Richtung Nürnberg fährt. Umgekehrt hat vielleicht jemand, der auf dem Weg nach Norden war, einen Bug/Coin dort abgelegt, der eigentlich Richtung Süden sollte. Diesen Bug/Coin kann ich dann einstecken, um ihn in die richtige Richtung zu lenken.

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit der TB-Motels besteht darin, dass ich vielleicht in den nächsten Monaten keinen Cache-Ausflug plane und damit die Bugs/Coins nicht zu lange bei mir Zuhause rumliegen, bringe ich sie in ein TB-Motel. Die Motels sind meist sehr einfach zu erreichen und man muss keine aufwendigen Recherchen betreiben, um sie zu finden. Ich kenne z.B. ein TB-Motel das genau zwischen meinem Zuhause und meiner Arbeitsstelle liegt. Dort könnte ich (eigentlich) jederzeit problemlos einen Coin/Bug abgeben oder mitnehmen. Das Problem an diesem Motel ist jedoch - und das finde ich vom Besitzer nicht sonderlich gut durchdacht -, dass dort (laut seiner Regel) permanent drei Bugs liegen müssen. Weiß ich also, dass ich einen dieser Bugs/Coins z.B. nach Süden mitnehmen könnte, wird mir das Mitnehmen durch diese Regel verwehrt, weil dann evtl. nur noch zwei Bugs/Coins übrig bleiben würden.

 

Ich bin übrigens ganz heiß auf diese GEOCOINS und TRAVEL BUGS. Der Aufwand bei diesen Caches ist zwar etwas höher, dafür aber umso interessanter. Ein Geocoin ist eine besondere und deshalb sehr wertvolle Medaille. Ein Travel bug besteht meist aus einem kleinen Maskottchen, an dem eine Art Plakette - wie sie die amerikanischen Soldaten tragen - hängt. Beide Gegenstände - sowohl Geocoin als auch Travel bug - müssen spezielle Aufgaben erfüllen. Ein bestimmter Travel bug soll zum Beispiel nach New York reisen. Ein besonderer Geocoin soll alle deutschen WM-Städte besuchen usw... Das Problem mit diesen Gegenständen ist eigentlich, dass man sie möglichst nicht allzu lange bei sich behalten soll, da es ihre Aufgabe ist, in Bewegung zu bleiben und die Welt zu bereisen. Deshalb planen wir zum Heben des Caches einen Tag ein, auf den baldmöglichst ein weiterer Tag folgt, um den nächsten Cache aufzusuchen. So entnehmen wir z.B. den Geocoin aus Cache Nr. 1 und bringen ihn ein/zwei Wochen später zu Cache Nr. 2.

 

Wer selbst einmal "Besitzer" eines Coins oder Travel Bugs sein möchte, kann diesen unter www.geocachingshop.de bestellen. Ein einfacher Geocoin kostet 5,49 EUR, ein besonderer Coin (z.B. eine WM-Medaille) 7,49 EUR und eine Travel Bug-Plakette erhält man schon ab 5,30 EUR pro Stück (im 5er-Pack). Die Coins und Bugs besitzen als "Erkennungsmerkmal" eine Registrierungsnummer, die sogenannte Tracking-Number. Diese Nummer muss man im Internet unter www.geocaching.com aktivieren lassen. Dadurch ist der Coin/Bug registriert und kann überall auf der Welt erkannt werden. Es reicht also nicht, ihm einfach einen Namen zu geben (z.B. Weltmeisterschaft 2006-Coin), sondern er muss unbedingt registriert werden!!

Ich hatte schon die Idee, mir von einem befreundeten Schmied, eine eigene Plakette anfertigen zu lassen. Aber da ich die Registrierungsnummer nur auf www.geocaching.com erhalte, würde meine Plakette kein "echter" Bug sein.

Coins und Bugs sind meine große Leidenschaft. Ich suche im Internet ständig die Caches meiner näheren Umgebung ab, um einen dieser Gegenstände zu orten. Ist ein Cache in der Nähe, in dem sich ein Coin/Bug befindet, informiere ich mich, welche Aufgabe er hat. Soll er Richtung Norden oder Süden, soll er an eine besondere Sehenswürdigkeit gebracht oder in einen besonderen Cache abgelegt werden? Dann überlege ich, ob ich diese Aufgabe in den nächsten Tagen/Wochen umsetzen kann und mache mich auf, um den Cache zu bergen und den Coin/Bug an mich zu nehmen. Apropos...

 

| Wie "berge" ich einen Cache?

Hat man sich an den Standort des Caches herangetastet, möchte man ihn auch heben. Doch das ist meist nicht so einfach. Damit nicht jeder Spaziergänger den Cache findet, wird er vom Besitzer meist gut versteckt. Mit der Zeit bekommt man aber ein Gespür dafür, wo der Cache liegen könnte. Unter den Wurzeln eines Baumes, in einer alten Steinmauer, unter Brücken, in Betonrohren etc. Bevor man sich ans Heben wagt, sollte man aber die Umgebung genauestens beobachten. Es ist in diesem "Spiel" nämlich wichtig, dass man beim Bergen nicht beobachtet wird. Nicht-Cacher werden auch "Muggels" genannt, was wohl aus der Harry-Potter-Buchserie entnommen wurde. Diese "Muggels" wissen meist nicht, was die seltsamen Leute mit dem Navigationssystem in der Hand im tiefen Gestrüpp suchen und wundern sich darüber. Andere "Muggels" werden neugierig, suchen selbst nach dem Schatz und nehmen ihn für die Enkelchen mit, ohne zu wissen, was sie damit anstellen. Deshalb sollte man beim Bergen des Caches wirklich vorsichtig sein! Außerdem macht ein bisschen Geheimniskrämerei richtig Spaß! ;-)

 

Nachdem ich den Cache geborgen habe, trage ich mich ins Logbuch ein. Ich schreibe, wann ich dort war, unter welchen Umständen und in welchem Zustand ich den Cache gefunden habe und was ich hineingelegt oder entnommen habe. Ich unterschreibe mit meinem Namen, mit dem ich auch im Internet auf den Geocaching-Seiten angemeldet bin, und lege den Cache wieder dort hin, wo ich ihn hergenommen habe. Hier ist die Sorgfaltspflicht oberstes Gebot!! Man sollte den Cache möglichst nicht auf den ersten Blick entdecken, so dass oben genannte Muggels ihn womöglich sehen oder er von Hunden, Gärtnern, Förstern etc. verschleppt wird.

 

| "Dies & Das " von Dotti

Ohne Navigationssystem und einer Zusatzsoftware geht, meiner Meinung nach, nichts. Ohne diese beiden Utensilien sollte man gar nicht anfangen, um sich nicht schon von vorne herein den Spaß verderben zu lassen. Die Software "Glopus", die man unter www.glopus.de herunterladen kann (Kostenpunkt 20.- EUR), finde ich genial(-einfach)!

 

Die Anmeldung in einen der vielen Geocaching-Seiten ist nicht unbedingt erforderlich. Bei den meisten Caches sind alle Informationen frei zugänglich. Wichtig ist jedoch, dass man in diesem Fall an einem gefundenen Cache NICHTS, GAR NICHTS (!!!) verändert. Man darf also auch nichts heraus nehmen oder hinein legen, da man damit den Zustand des Caches maßgeblich verändert und den angemeldeten Cacher den Spaß verdirbt.

Aber so wie mir, wird es früher oder später allen "Schatzsuchern" gehen: man will vollständiges Mitglied der Chacher-Gemeinde werden! Spätestens dann, denke ich, wird man sich auf den ausgewählten Seiten anmelden.

 

Es gibt eine Sache, die ich beim Geocaching schade finde. Zwar wird man zum Cache hingeführt, aber viele Cache-Besitzer vergessen, den Cacher auch wieder an den Ausgangspunkt (z.B. zum Parkplatz, wo das Auto parkt usw.) zurück zu führen. Dann muss man sich anhand der Koordinaten (oder mit der Navi-Software) einen eigenen Weg zurück suchen, was nicht immer ganz einfach ist. Oder man nimmt den gleichen Weg zurück, was nur noch halb so viel Spaß macht.

 

Ärgerlich finde ich, dass man sich als Cacher in mehreren Internetseiten loggen muss. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein heilloses Durcheinander von Cache-Informationen entsteht. Sinnvoller wäre es, wenn es EINE einzige WELTWEITE und KOSTENLOSE Internetseite gäbe, auf der man seine Informationen einträgt. Im Moment sind www.geocaching.de und www.opencaching.de die beiden führenden Seiten. Parallel - und das ist schade - entwickelt sich in Frankreich eine separate Geocaching-Fangemeinde, die (wahrscheinlich aus sprachlichen Gründen) eigene Geocaching-Seiten ins Netz stellt.

 

Dass man sich in der freien Natur verantwortungsbewusst benehmen soll, ist wohl selbstverständlich, oder? Die Caches sollten also nicht weit abseits der Wald- und Wiesenwege versteckt und gesucht werden. Tiere sollten nicht durch Lärm gestört und Pflanzen nicht mutwillig niedergetreten werden. Für die eigenen Gesundheit empfehle ich in den betroffenen Gebieten eine Zeckenimpfung. Sie ist vor allem im Süden und Osten Deutschlands empfehlenswert. Zecken können über 50 Krankheiten übertragen. Die bekanntesten sind wohl FSME und Borreliose. Die Impfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird von der Krankenkasse bezahlt. Gegen Borreliose kann man sich leider nicht impfen lassen. Bei Ausbruch dieser Krankheit (Synthome: Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen, evtl. rote Ringe um Bissstelle) sollte sofort mit Antibiotika behandelt werden. Informationen zu Zecken findet ihr ganz einfach unter www.zecken.de.

 

Noch ein Internet-Tipp: auf mapquest.de kann man sich geologische Koordinaten auf einer detailierten Landkarte anzeigen lassen. Das hat den Vorteil, dass man z.B. seinen Startpunkt - der einem ja nur als Koordinate zur Verfügung steht - in eine Straßenangabe umwandeln kann. Sprich: Ich gebe die Koordinaten ein, lasse mir die Karte mit Straßenangaben anzeigen und weiß, dass mein Ausgangspunkt in Musterstadt in der Musterstraße liegt. Dann kann ich mit dem Auto in diese Straße fahren und muss mich bis dort hin nicht durch das Navigationsgerät lotsen lassen, was Akku und Nerven spart.

Im umgekehrten Fall habe ich leider noch keine Lösung gefunden. Ich möchte z.B. die Koordinaten von einer Musterstraße in Musterstadt in Erfahrung bringen. Doch wie geht das? Ich weiß es nicht! Falls jemand einen Lösungsvorschlag oder einen Internetseiten-Tipp hat, wäre ich froh, wenn er ihn mir mitteilen könnte. Bis jetzt habe ich mir nur eingeschränkt selber helfen können. So lasse ich z.B. unter www.wikipedia.de nach dem Begriff "München" suchen, wenn ich die Koordinaten unserer Landeshauptstadt finden möchte. Doch damit habe ich die Daten des Hauptbahnhofs und nicht einer von mir gewünschten Musterstraße. Das gleiche geschieht, wenn ich "Amsterdam" und "Koordinaten" in "Google" eingebe. Ich erhalte die Koordinaten des Hauptbahnhofs in Amsterdam, doch nicht die Daten der gewünschten Musterstraße. "Google earth" soll angeblich helfen können, aber dieses Feature ist angeblich kostenpflichtig und deshalb habe ich mich damit noch nicht näher beschäftigt.

 

| Was gefällt Dotti an Geocaching?

Das Forschen nach Caches im Internet und das Koordinieren und Organisieren der Cache-Suche machen mir wahnsinnig viel Spaß. Ich könnte stundenlang über den Plänen sitzen, nach geeigneten Travel Bugs oder seltenen Coins forschen.

Einen Ausflug planen, den Rucksack packen und die Vorfreue auf die Wanderung sind zur Zeit das Highlight meiner Freizeit. Ich hoffe, diese Cache-Euphorie legt sich irgendwann einmal oder pendelt sich wenigstens in ein erträgliches Minimum ein. Ich vermute, dass ich mit dem ersten Zeckenbiss einen Dämpfer erhalten werde.

 

Sehr viel Freude habe ich auch an der eigentlichen Cache-Suche. Sie ist spannend und unterhaltsam. Man lernt neue Gegenden kennen und teilweise staune ich, wohin einen der Weg führt. Oftmals denke ich: "Hier wäre ich unter normalen Umständen niemals her gekommen."

 

Schön finde ich auch, dass mein Freund vom gleichen Fieber gepackt wurde. Wir haben eine neue Gemeinsamkeit - ein neues, gemeinsames Hobby entdeckt, das wir zusammen pflegen können. Wir ergänzen uns perfekt, weil ich die nötige Geduld und das Organisationstalent besitze, um die Routen zu planen und er einen hervorragenden Orientierungssinn mitbringt. Ich habe das richtige "Adlerauge", um das Versteck am Zielort zu finden - er muss es meistens bergen, weil ich mich vor dem Krabbelzeug ekel. Dafür mache ich mir die Hände am Behälter schmutzig und trage unseren Besuch ins Logbuch ein. Ihr seht, die Arbeitsverteilung ist bei uns bestens geregelt ;-)

Es gibt nur einen Punkt, an dem wir manchmal aneinander geraten. Er möchte am liebsten direkt ans Ziel stürmen und legt dabei ein ziemlich läuferisches Tempo vor. Dann muss ich ihn meistens ausbremsen: "Hey, renn nicht so! Schau dir doch mal die tolle Strecke an. Guck mal da... lies mal das... schau mal hier..."

 

Den "Schatz" berge ich auch unheimlich gerne. Obwohl der Inhalt nicht wertvoll ist, freue ich mich immer sehr darauf. Ich finde es interessant und oft auch lustig, was die Leute dort hinein legen. Manche machen sich so richtig Gedanken, womit sie die Cacher überraschen können. Der Fantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt!

 

| Fazit

So, das war's. Ich hoffe, ich konnte euch Geocaching ein wenig näher bringen und euch das "Grundgerüst" verständlich erklären. Dann bleibt mir nur noch eine Warnung auszusprechen:

 

Achtung, Geocaching macht süchtig!!!

 

In diesem Sinne... alles bleibt anders... Eure Dotti...

dottigross